Ihr Experte für Familienschutz!

Der richtige Versicherungsschutz

Marlene Dietrichs Beine waren in den 30er-Jahren mit 1,8 Millionen Dollar versichert, Manuel Neuer’s Hände sind ihm während seiner Nationaltorhüterkarriere sage und schreibe 3 Millionen Euro wert. Es gibt in der Tat kaum etwas, was Sie nicht versichern könnten.

Gut versichert zu sein, vermittelt ein Gefühl der Sicherheit und vermindert die Angst vor dem Unvorhersehbarem. Sich gegen alles Denkbare zu versichern würde jedoch wahrscheinlich den Großteil unseres Einkommens verschlingen und deshalb will überlegt sein welchen Versicherungsschutz man wirklich braucht. In manchen Familien ist das Haushaltseinkommen so knapp bemessen ist, dass für den Versicherungsschutz nur ein beschränkter Etat zur Verfügung steht, der es nicht erlaubt sich so umfänglich zu versichern wie man sich dies eigentlich wünschen würde.  Dann muss man erst recht Prioritäten setzen.

Mit diesem Ratgeber möchten wir Ihnen dabei helfen. Da die Lebensumstände jedoch sehr unterschiedlich sind, sollte der Ratgeber lediglich als Orientierungshilfe betrachtet werden. Schließlich wäre es ja wirklich möglich, dass Sie, der dies gerade liest, z.B. Konzertpianist sind und es ratsam wäre wenn Sie sich, wie Manuel Neuer, Ihre Hände versichern lassen.

WICHTIG: Sachversicherungen wie Hausrat oder Rechtsschutzversicherungen sind in diesem Ratgeber nicht Gegenstand der Betrachtung. Wir empfehlen Ihnen aber – das gilt für jedes Alter und jede Lebenssituation – dringend immer eine Privathaftpflichtversicherung. Wenn Sie Tierhalter sind, sollten Sie zusätzlich eine Hundehalterhaftpflichtversicherung oder Pferdehaftpflichtversicherung haben. Schäden, die Sie anderen, vor allem anderen Personen, versehentlich zufügen, können Sie finanziell ruinieren.

Welche Versicherungen Sie brauchen und welche davon die wichtigsten sind

Die Antwort auf diese Frage hängt im großem Maße von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab, z.B. davon, ob Sie als Single leben, eine Familie gegründet haben oder zum Beispiel Hausbesitzer sind oder nicht. Außerdem macht es natürlich einen Unterschied, ob Sie gerade Ihre erste Stelle antreten, selbständig sind oder schon Ihre Rente genießen. Sind Sie bereits Millionär, liegen Ihre Prioritäten wohl eher darin Besitzstand zu sichern und weniger darin für das Alter vorzusorgen.

Schadenhöhe vor Schadenhäufigkeit

Grundsätzlich hilft schon diese Faustregel dabei die richtigen Prioritäten zu setzen:

Schadenhöhe geht immer vor Schadenhäufigkeit. Das bedeutet: Der wichtigste Versicherungsschutz ist immer der, der für Schäden aufkommt, welche Sie selbst nicht oder nur mit erheblichen finanziellen Anstrengungen tragen könnten auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Schaden auftritt gering ist – einmal reicht schon! Überlegen Sie sich also,

Versicherungen die Sie immer brauchen

Es gibt Versicherungen, die man, unabhängig von Alter oder Lebenssituation, immer braucht:

Dazu gehören die schon weiter oben erwähnte Haftpflichtversicherungen sowie eine Gesetzliche oder Private Krankenversicherung. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist Pflicht sofern Sie ein Auto besitzen und eine Reisekrankenversicherung wenn Sie ab und zu im Ausland unterwegs sind. 

Absicherung der Arbeitskraft

Mit Ihrer Arbeitskraft verdienen Sie im Laufe Ihres Arbeitslebens gut und gerne 1 Million Euro wenn Sie einen durchschnittlich bezahlten Beruf haben. Wenn Sie das für sich selbst einmal durchrechnen möchten denken Sie bitte daran auch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge in die Gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung zu berücksichtigen. Diese Beträge landen zwar nicht direkt auf Ihrem Konto, finanzieren jedoch Ihren Krankenversicherungsschutz und Ihre spätere Rente. Wären Sie selbständig, müssten Sie diese Summen ja schließlich auch aufwenden.

Es ist also überaus wichtig, dass Sie Ihre Arbeitskraft absichern – Sie und Ihre Familie leben schließlich davon. Dies empfehlen Ihnen auch sämtliche neutralen Institutionen und Verbraucherschützer. Um Ihre Arbeitskraft zu versichern haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Rente wenn Sie unfall- oder krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind Ihren Beruf auszuüben.

  • Die Vorteile dieser Versicherungsart sind zweifellos der umfängliche Versicherungsschutz auch für jede Art von krankheitsbedingter Berufsunfähigkeit und die Tatsache, dass auch schon eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit die Versicherungsleistung auslöst.
  • Die Nachteile sind, dass hohe Anforderungen an den aktuellen Gesundheitszustand gestellt werden, keine Einmalsumme gezahlt und die Rente nicht lebenslang, sondern nur bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt gezahlt wird.

Als Pendant zur Berufsunfähigkeitsversicherung gilt für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und für Beamte die Dienstunfähigkeitsversicherung.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt nicht zu den günstigsten Versicherungsprodukten und kann die Haushaltskasse schon ein wenig strapazieren. Gut, wenn man, wie bei der IBU von der Nürnberger, dann am Ende der Laufzeit noch Geld zurück bekommt und so gleichzeitig auch schon etwas für die Altersvorsorge getan hat.

Die Unfallversicherung

Bei einer Unfallversicherung ist der Umfang des Versicherungsschutzes auf Invalidität durch Unfälle beschränkt oder, wie der von uns angebotenen Versicherung, zusätzlich auf bestimmte schwere Erkrankungen also nicht so umfangreich wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Dafür bietet die Unfallversicherung aber viele andere Vorteile:

  • Keine Gesundheitsfragen: Auch wenn aus gesundheitlichen Gründen in Richtung Berufsunfähigkeitsversicherung nichts mehr geht, der Abschluss einer Unfallversicherung ist auch dann noch möglich.
  • Einmalzahlung: Eine Unfallversicherung leistet eine hohe Einmalzahlung. So kann man sich das Geld frei einteilen und oft werden größere Summen für Behandlungs- oder Umbaumaßnahmen gebraucht.
  • Rente lebenslang: Ist eine Rentenzahlung vereinbart, wird diese, im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung, lebenslang geleistet.
  • Kostenfaktor: Wenn der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung aus Kostengründen gerade einmal nicht möglich sein sollte, ist die Unfallversicherung aufgrund des günstigen Beitrages zumindest eine Alternative.

Brucker Familienschutz bietet Unfallversicherungen sogar speziell für bestimmte Lebenssituationen an:

Die Rentenversicherung

Wenn wir hier in Deutschland über Altersarmut reden, dann ist dies, im Vergleich mit anderen Nationen und vor allem Völkern auf anderen Kontinenten, eigentlich ein Jammern auf sehr hohem Niveau. Durch die vom Gesetzgeber ins Leben gerufene Grundsicherung, muss heutzutage in Deutschland zumindest niemand verhungern. Wenn Sie Ihren dritten Lebensabschnitt allerdings genießen wollen, dann kann die Grundsicherung kaum Ihr Ziel sein. Wenn Sie aus finanziellen Gründen Prioritäten setzen müssen wenn es um Ihr Budget für den Versicherungsschutz geht, dann müssen Sie sorgfältig abwägen wie wichtig Ihnen dieser Punkt ist.

Wenn Sie noch im Arbeitsleben stehen, zahlen Sie wahrscheinlich (mehr oder weniger freiwillig) Beiträge in die Gesetzliche RentenversicherungDie Aussichten für die Altersrente sind, das ist inzwischen hinlänglich bekannt, nicht unbedingt rosig. Deshalb fördert der Gesetzgeber die private Altersvorsorge durch betriebliche Versicherungen und die im Volksmund besser unter dem Namen Riester-Rente bekannte Zulagenrente.

Einer der wichtigsten Aspekte beim Thema private Altersvorsorge ist der Faktor Zeit. Wenn Sie noch jung sind, empfehlen wir Ihnen deshalb, Budget hin oder her, wenigstens einen kleinen Betrag für die Altersvorsorge einzuplanen. Der Zinseszinseffekt ist dann nämlich enorm und Sie können, was Sie jetzt versäumen wenn Sie nicht mit Ihrer privaten Vorsorge anfangen, in späteren Jahren nur unter größter finanzieller Anstrengung nachholen.

Krankenversicherungen

Krankenversichert zu sein ist mittlerweile Pflicht. Und zwar auch für Selbständige und Freiberufler für die früher keine Versicherungspflicht bestand. Wenn Sie die Möglichkeit haben, müssen Sie abwägen ob Sie sich für die gesetzliche oder die private Krankenversicherung entscheiden. Die gesetzliche Versicherung hat Beitragsvorteile wenn Sie Familienmitglieder mitversichern müssen kann aber dafür nicht annähernd an die Leistungen der Privaten heranreichen. Im Sinne Ihrer Gesundheit ist privater Versicherungsschutz, bei entsprechender Tarifwahl, der gesetzlichen Absicherung vorzuziehen. Eine Privatversicherung ist jedoch nur möglich, wenn der bei Antragstellung aktuelle Gesundheitszustand es zulässt. Die Gesetzliche Krankenversicherung verzichtet auf eine Gesundheitsprüfung.

Private Ergänzungsversicherungen

Wenn Sie Pflichtmitglied in einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind oder sich freiwillig für die GKV entschieden haben, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz mit privaten Ergänzungsversicherungen zu verbessern. Alleine, dass es diese Möglichkeit gibt, zeigt eigentlich wie lückenhaft der gesetzliche Krankenversicherungsschutz ist.

Die Stationäre Zusatzversicherung

Unter allen Ergänzungsversicherungen ist die stationäre Zusatzversicherung oder Krankenhausversicherung (im Volksmund auch gerne Chefarztversicherung oder Ein-Bett-Zimmer-Versicherung genannt) die wichtigste wenn man die eingangs erwähnte Faustformel „Schadenhöhe vor Schadenhäufigkeit“ zugrunde legt.  Mit einer stationären Krankenversicherung genießen Sie im Krankenhaus den Status eines Privatpatienten und haben damit Zugang zu anderen Behandlungsmethoden, anderen Krankenhäusern und anderen Behandlern. Das Ein- oder Zweibettzimmer auf das viele so großen Wert legen, spielt hier eine eher untergeordnete Rolle.

Drastisch ausgedrückt: Wenn Sie eine seltene OP benötigen, dann lassen Sie diese doch sicher lieber in einer Klinik ausführen in welcher diese Art von OP Routine ist und von einem Spezialisten der sie aus dem FF beherrscht als in einem Krankenhaus für das eine solche OP unter die Kategorie „Sensation“ fällt. Aber auch für weniger „sensationelle“ Fälle gibt es genügend Beispiele für die unterschiedliche Behandlung von Privat- und Kassenpatienten in Verbindung mit Krankenhäusern und den daraus resultierenden, durchaus dramatischen, Folgen.

Zahnzusatzversicherung

Seit die gesetzlichen Kassen kaum noch Leistung für Zahnersatz erbringen, gehört die private Zahnzusatzversicherung eher in die Kategorie „notwendig“ als in „nett zu haben“. Das liegt nicht daran, dass sie die Kosten für die jährliche professionelle Zahnreinigung übernimmt, sondern, dass guter Zahnersatz so teuer werden kann, dass die Kosten dafür einen erhebliches Loch in die Haushaltskasse reißen können oder sogar über einen Kredit finanziert werden müssen. Da wir ein funktionstüchtiges Gebiss benötigen, haben wir auch kaum die Wahl auf eine Behandlung zu verzichten.

Sonstige Ergänzungsversicherungen

Für alle anderen Ergänzungsversicherungen wie die Heilpraktikerversicherung oder die Brillenversicherung gilt es ganz einfach abzuwägen wie oft man diese Leistungen in Anspruch nimmt. Für Brillenträger, deren Sehschwäche sich häufig ändert, ist die Brillenversicherung ein Selbstläufer da die sich quasi selbst finanziert. Ob sich die Heilpraktikerversicherung lohnt, lässt sich auch recht einfach nachrechnen.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung gibt es als

  • Gesetzliche Pflegeversicherung,
  • private Krankenzusatzversicherung und
  • private Pflegerentenversicherung

Alle verfolgen das gleiche Ziel, nämlich zu verhindern, dass Kosten für Pflege von der Sozialhilfe, den eigenen Kindern oder aus dem Erbe finanziert werden müssen. Der Hintergrund ist, dass Pflege mit unglaublich hohen Kosten verbunden ist, die vom Otto-normal-Bürger unmöglich aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt werden können wenn keine Vorsorge dafür getroffen wurde.

Die aktuellen politischen Diskussionen rund um das Thema Pflege, die Reform der Pflegegesetze und die Tatsache, dass private Vorsorgen gefördert wird (Stichwort „Pflege-Bahr“) zeigt, wie wichtig dieses Thema geworden ist.

Ob und wie wichtig dieses Thema für Sie persönlich ist, können nur Sie selbst entscheiden. Wenn Sie darüber nachdenken, empfehlen wir Ihnen unter anderem die folgenden Punkte in Ihre Überlegung einzubeziehen:

  • Haben Sie Kinder, die eventuell für Sie aufkommen müssten wenn Sie zum Pflegefall werden?
  • Haben Sie ein Erbe (z.B. ein Haus), welches Sie nicht für Ihre Pflege aufbrauchen wollen?
  • Gibt es die Möglichkeit (auch in späteren Jahren), dass Sie von Angehörigen gepflegt werden?

Lebensversicherung

Bei einer Lebensversicherung unterscheidet man generell in reine Risikolebensversicherungen oder in solche in denen auch der Aufbau von Kapital, z.B. für die Rente, eine Rolle spielt. Zusätzlich kann die Lebensversicherung auch um eine Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt werden. Da die Themen Altersvorsorge und Absicherung der Arbeitskraft schon weiter oben behandelt wurden, soll hier nur der reine Todesfallschutz betrachtet werden.

Eine Risikolebensversicherung genießt immer dann hohe Priorität wenn, im Falle eines Todes, Angehörige versorgt werden müssen. Besonders dann, wenn Kinder da sind und eventuell noch offene Verpflichtungen die Familie belasten wie Ratenkredite oder die Hausfinanzierung.

Für Kredite und Finanzierungen gibt es sogenannte Restschuldversicherungen bei denen die Versicherungssumme im Versicherungsverlauf fällt. Solche Versicherungen lassen sich sogar recht exakt an den Kreditverlauf koppeln. Sie sind i.d.R. wesentlich günstiger als Risikolebensversicherungen mit festen Summen.

In den meisten Fällen werden Risikoversicherungen abgeschlossen um Partner und Kinder vor den finanziellen Folgen eines unerwarteten, plötzlichen Todes des Hauptverdieners zu schützen. Sie sollten aber auch darüber nachdenken, was passiert wenn derjenige verstirbt, der sich hauptsächlich um Haushalt und Kinder sorgt. Gibt es dann andere Angehörige, wie Oma und Opa, die einspringen können? Oder müssten Sie beruflich kürzer treten um für die Kinder da zu sein?

Spartipp: Überprüfen Sie in Abständen die Höhe Ihres Versicherungsschutzes. Möglicherweise haben Sie eine hohe Versicherungssumme abgeschlossen als Ihr Kind noch klein war und ein Elternteil nur eingeschränkt arbeiten konnte. Irgendwann ändert sich jedoch die Situation. Die Kinder werden selbständig und es wird immer leichter für das hinterbliebene Elternteil sich selbst um das Familieneinkommen zu kümmern. Eventuell kann überlegt werden, dann einen Teil der Versicherungssumme aufzukündigen um den Beitrag zu senken. Eine andere Möglichkeit ist die, diesen Umstand von Anfang an in die Überlegungen einzubeziehen und von Anfang an eine günstigere Versicherung mit fallenden Versicherungssummen abzuschießen.

Worauf Sie generell achten sollten

Bei einigen Versicherungen, wie z.B. bei Krankenzusatz- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen, ist die gesundheitliche Situation der zu versichernden Person mit entscheidend für eine Versicherungszusage durch den Versicherer. Die Versicherer können Anträge nämlich auch aufgrund von bestehenden Vorerkrankungen ablehnen. Es ist daher ratsam, den Abschluss einer Versicherung nicht zu lange vor sich her zu schieben. Schon beim nächsten Arztbesuch könnte zum Beispiel ein Bluthochdruck oder eine Allergie diagnostiziert werden, der Ihnen den Abschluss einer bestimmten Versicherung erschwert oder sogar unmöglich macht.

Dieses Thema sollten Sie auch unbedingt berücksichtigen wenn Sie eine Versicherung wechseln wollen bei der Gesundheitsfragen zu beantworten sind. Vor einer Kündigung des Altvertrages sollten Sie sich dringend vergewissern ob ein Neuabschluss aufgrund Ihre aktuellen Gesundheitszustandes überhaupt möglich ist.